14. April 2020, 10:30
VTJ beteiligt sich an der Bildungsinitiative #weiterlernen

Schülerinnen und Schüler sollen auch in Zeiten von Corona angemessen lernen können. Für dieses hehre Ziel will der Verein der Technologie-Journalistinnen und -Journalisten Österreichs (VTJ) einen Beitrag leisten: Heute, Dienstag, startet die gemeinnützige Initiative #weiterlernen, betreut vom Bildungsministerium und der Innovationsstiftung für Bildung. Auf der dazugehörigen Plattform sollen Kinder, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer koordiniert bei Homeschooling unterstützt werden. Sogenannte digitale Buddies helfen beim Lernen, Webinare werden zur Verfügung gestellt – und Tablets, Notebooks etc. werden gesammelt. An diesem Punkt kommt der VTJ ins Spiel: Der Verein nutzt sein Netzwerk in der Elektronik-, Tech- und IT-Branche, um Endgeräte zu organisieren.

Der Anstoß, über den Verein Hardware zu vermitteln, kam von Markus Sulzbacher. „Mir haben zwei Lehrer berichtet, dass es in ihren Schulen Kinder gibt, die nicht am Homeschooling teilnehmen können, da ihre Familien sich kein Tablet oder keinen Laptop leisten können. Das wollte ich ändern“, schildert der „Standard“-Redakteur. Barbara Steinbrenner („Die Presse“) griff die Steilvorlage Sulzbachers auf und trug die Idee in den Verein: „Es darf schlicht nicht sein, dass Schüler zurückgelassen werden. Da sah ich die Chance, dass wir als Verein mit unseren Kontakten in der Tech-Branche helfen könnten. Es war mir wichtig, nicht nur darüber zu berichten, sondern aktiv etwas zu unternehmen.“

Die vermittelten (Leih-)Geräte – darunter Tablets, Smartphones, Notebooks, aber ebenso Ladekabel oder Kopfhörer – kommen von Firmen wie AVM, Microsoft, Samsung oder Sony. „Unsere Aufgabe ist es, eine Art Brücke zu bilden – zwischen den Elektronikunternehmen, dem Bildungsministerium bzw. der Plattform und jenen, die die Geräte brauchen“, beschreibt Vereinsobmann Ralf Hillebrand („Salzburger Nachrichten“). „Wenn dadurch auch nur einige wenige besser lernen können, hat sich die Mühe mehr als gelohnt.“